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Auszug aus der Chronik zum 75-jährigen Bestehen der SKG Bonsweiher von
A. Ginader
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Sport- und Kulturgemeinde Bonsweiher e.V.  
 )))   Abt. Handball
Impressum
Aus der Vereins-Chronik 75 Jahre SKG Bonsweiher
 
Im Zeitablauf der Menschheitsgeschichte sind 75 Jahre eine kleine winzige Zeitspanne. 75 Jahre Vereinsgeschehen einer Sportabteilung mit seinen Höhen und Tiefen sind da schon etwas anders zu werten.
 
Der Verein hat allen Grund mit Stolz in die Vergangenheit zurückzuschauen, um dieses Ereignis 75jähriges Jubiläum in einem festlichen Rahmen auch gebührend zu feiern. War es doch nicht immer ganz einfach, wenn man an die Kriegswirren der ersten Hälfte des Jahrhunderts zurückdenkt.
 
Danken wir den 16 Personen, die am 23. Juli 1913 den Mut fanden, einen Turnverein zu gründen, der sich Turnerbund Bonsweiher nannte.
 
Die Vorstandschaft wurde von den ersten Vorsitzenden, Johann Rettig, geführt. Als Schriftführer wurde Georg Rettig gewählt. Michael Dillmann als Rechner führte die Vereinskasse und Christian Schmitt als Turnwart war für die sportlichen Belange verantwortlich. Schon im gleichen Jahr wurde ein Turnfest veranstaltet. Außer Übungen am Barren wurde auch eine Pyramide gestellt.
 
Zur Erinnerung pflanzte man eine Linde am damaligen Gasthaus Fitzer, heute Gasthaus Zur Linde genannt. Im Jahre 1958 bei Sanierungen der Ortsdurchfahrt musste die Linde von ihrem Standplatz weichen. Weiter wurde von älteren Mitgliedern von dem Jahr 1914 berichtet. Man nahm an einem Bergtourenfest in Altneudorf  teil. Oft wurden diese Wege zu Fuß zurückgelegt. Die Turn- übungsstunden wurden auf einer Wiese hinter dem heutigen Gasthaus Beisel durchgeführt. Auch das Schulgelände wurde zu Übungen genannt. Hier verlieren sich für den Chronist die nicht schriftlich festgehaltenen Überlieferungen.
 
Von 1913 – 1925 war Johann Rettig 1. Vorsitzender, er wurde von Johannes Eberle abgelöst. Zum Vereinslokal  ernannte man das Gasthaus zur Quelle.
 
Die immer stärker werdende Sporttätigkeit erforderte die Anlage eines Sportplatzes. So begann man 1925 das von Bürgermeister Nikolaus Rettig gepachtete Gelände einzuebnen. Der aus Langenselbold zugezogene Johann Gramlich brachte 1929 gleichzeitig den Handballsport nach Bonsweiher. Das viel zu kleine Spielfeld musste erweitert werden. Nikolaus Zopf verpachtete das fehlende Gelände. So wurde 1931 mit der Vergrößerung begonnen. Die neue Sportart Handball drängte die Disziplin Turnen und Leichtathletik in den Hintergrund.
 
Der 2. Weltkrieg legte auch die Vereinstätigkeit in Bonsweiher lahm. So wurden die meisten aktiven Spieler zum Wehrdienst eingezogen. Nach dem totalen Zusammenbruch und schrecklichen Ende  für unser Vaterland 1945, war es erstaunlich, dass schon ein Jahr später die bestehenden Vereine Sängerbund und Turnerbund zu einem Zusammenschluss fanden, die noch heute bestehenden SKG Bonsweiher. 1. Vorsitzender, Peter Schmitt und Spartenleiter Johannes Eberle waren die ersten Männer der Stunde. Peter Schmitt war bis 1953 Vorsitzender. Als sein Nachfolger wurde Adam Bauer berufen. Nach seinem Tod übernahm 1961 Philipp Grieser, der dieses Amt bis zum Jahr 1981 ausführte. 3 Jahre lag die Führung der SKG  ich den Händen von Willi Gramlich. 1984 gab er diesen Vorsitz zurück. 1985 wurde Artur Ginader zum Vorsitzenden gewählt.
 
Weitere Spartenleiter in Sachen Sport waren Peter Ginader, Theo Müller, Willi Selzer, Hans Pfeifer, Jakob Wolf, Heinrich Kahlenberg, Helmut Müller, Wilhelm Krieger, Karlheinz Walkhoff, Werner Bauer, Kurt Trautmann und Bruno Marquardt, der die Abteilung im Moment führt.
 
Ihre Blütezeit erlebten die SKG Handballer im Feldhandball in den Jahren 1960 - 1972. So schaffte man 1960 unter Trainer Reinhold Ebert die Meisterschaft in der A-Klasse und Aufstieg in die Bezirksklasse Darmstadt. 1963 musste man als Fünftletzter wieder aus dieser Klasse absteigen. 1964 wurde die SKG Bonsweiher mit ihrem Spieler-Trainer A. Ginader wieder A- Klassenmeister, scheiterte aber in den Aufstiegsspielen.
 
Hallenhandball trat immer stärker in den Vordergrund. Hier musste bei den Handballspielern etwas passieren. Unter Trainer Helmut Lohrer schaffte an 1968 Meister der B-Klasse in der Halle zu werden. Der Aufstieg in die A-Klasse war geschafft.
Noch einmal lebt das Feldhandballspiel kräftig in Bonsweiher auf. 1972 wurde man erneut A- Klassenmeister und wieder unter Trainer Reinhold Ebert. Auch dieser Aufstieg scheiterte in den Aufstiegsspielen. Es dauerte fast 11 Jahre, bis die neue Hallenhandball-Generation bei den Senioren erneut 1983 zwei Aufstiege unter Trainer Günther Theobald schaffte. So konnte die
I. Mannschaft von der A-Klasse in die Kreisliga aufrücken. Selbst die II. Mannschaft schaffte den Sprung in die A-Klasse.  
 
Eine neu gegründete Damenmannschaft füllte die große Handballlücke aus. 1978 schaffte sie den Sprung in die A-Klasse Bergstraße. Trainer und Betreuer Walter Giebl und Wasil Sarochmann konnten mit ihren Schützlingen die Hallenmeisterschaft der B-Klasse feiern. Es ist schade, dass diese Damenmannschaft mangels Nachwuchs-Talenten auseinanderfiel.
 
1985 war ein sportlich interessantes Jahr. Endlich konnte die langersehnte Sporthalle in Mörlenbach eingeweiht werden. Nun waren bessere Trainingsmöglichkeiten gegeben.
 
Es wurde kein Geringerer als der amtierende deutsche Hallenmeister VfL Gummersbach verpflichtet, um der Einweihung den würdigen Rahmen zu geben. Das Endergebnis von 32 : 10 für den VfL war zweitrangig. Ein sportlicher Höhepunkt war für viele Handballer und Zuschauer abgelaufen. Die ausverkaufte Halle kam voll auf ihre Kosten.
 
Ein weiteres sportliches Betätigungsfeld ist für die SKG-Mitglieder in der Tischtennisabteilung gegeben. 1985 feierte man ihr zehnjähriges Bestehen. 1975, nach der Gründung wurde diese Abteilung der SKG Bonsweiher angegliedert. Norbert Simon führte bis 1977 diese Abteilung. Ihm folgte Wilhelm Wolf, bis er 1984 dieses Amt zur Verfügung stellte. Seit 1985 führt Andreas Pfeiffer diese rührige Abteilung, die bei der SKG heute nicht mehr wegzudenken ist.
 
Das Vereinsbild rundet eine Frauen-Gymnastik-Gruppe, bestens geführt von Frau Inge Krämer und ein Kleinkinder-Turnen unter Leitung von Frau Landmann ab.
 
Am Schluss meiner sportlichen Ausführungen möchte ich nicht versäumen, einen Sportsmann besonders herauszustellen. Karl Brecht, unseren Hallenhandball-Bundesliga-Schiedsrichter. Nach seiner aktiven Handballzeit stieg er mit seinem Partner Günther Fetsch schon 1975 in die höchste Schiedsrichter-Klasse auf. Nach vielen erfolgreichen Einsätzen wurden beide von 1978- 1983 Mitglieder der IAF. Mit Stolz kann man auf 44 internationale Einsätze zurückschauen. Krankheitsbedingt musste Günther Fetsch ausscheiden. Mit seinem neuen Partner Volker Leitwein schaffte er es erneut 1984, in der höchsten Hallenhandball-Spielklasse zu pfeifen. Nach Informationen wurden beide als bestes Schiedsrichter-Gespann 1987/88 bezeichnet.
 
Wie im Leben gibt es auch im Verein immer ein Auf und Ab. Unser Trachten sollte immer auf das Auf und unsere Blicke auf die Zukunft gerichtet sein. Dann habe ich für die nächsten 75 Jahre keine Sorge. 75 Jahre Vereinstätigkeit mit seinen Höhen und Tiefen, mit seinen verantwortlichen Personen, die mit Geist, Ideen und Einsätzen die Zeit gestalten halfen.
Seit ich mich mit dieser Vereins-Chronik befasst habe, habe ich noch nie soviel Respekt und Achtung für das Vergangene und Verantwortlichkeit meiner Person als 1. Vorsitzender empfunden.
 
Arthur Ginader
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))) Rückblick/Chronik zum Jubiläum 75 Jahre SKG Bonsweiher